“Rettet die Rodigallee” Initiative

Um was es bei der Rodigallee geht, zeigt der nachfolgende Filmbeitrag:

https://www.ardmediathek.de/video/hamburg-journal/aerger-an-der-rodigallee-anwohnende-gegen-verkehrsbehoerde/ndr-hamburg/Y3JpZDovL25kci5kZS8yODhjYzJmYy0xOGEyLTQ1Y2UtYWVhYi1mNDQxNGIxYWQ2MWE

FÜR DEN ERHALT DER LEISTUNGSFÄHIGEN VERBINDUNGSSTRASSE

Die Rodigallee in Jenfeld/Marienthal soll nach Plänen des “Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer” (LSBG) auf einer Länge von mehr als 3 km von 4 auf 2 Fahrstreifen mit einer Sonderspur für Busse stadteinwärts zurückgebaut werden. Der Bau soll Ende 2023 beginnen und voraussichtlich bis 2026 dauern. Die Kostenschätzung des LSBG beläuft sich auf 51 Mio. Euro. Offizielle Angebote gibt es noch nicht. Sicherlich wird mit erheblichen Mehrkosten zu rechnen sein.

Weder die Wandsbeker Bezirksversammlung noch die betroffenen Bürgerinnen und Bürger und auch nicht die Umlandgemeinden im Landkreis Stormarn (SH) wurden bisher über die Umbaupläne informiert. Die Umbaupläne für die Rodigallee dürfen in dieser Form nicht umgesetzt werden.

Eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs mit Hilfe einer Fahrstreifenreduzierung zu erzwingen ist reine Verbotspolitik. Dies lehnen wir ab. Klimaschutz und CO2-Reduzierung können nur nachhaltig erfolgen, wenn neue Ideen und ernstzunehmende Alternativen geschaffen werden. In diesen Zeiten eine Summe von 50 – 100 Millionen für den Umbau einer funktionierenden Straße auszugeben ist unverantwortlich.

Wir sprechen uns gegen sinnlose Symbolpolitik und gegen eine Fahrstreifenreduzierung aus.
Schreiben Sie an die Politik im Bezirk Wandsbek und auf Landesebene
Schreiben Sie an den Senator Anjes Tjarks in der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM)
Sprechen Sie mit Nachbarn, Freunden, Bekannten – helfen Sie mit, diesen Unsinn zu verhindern!


Vielen Dank für die Unterstützung unsere Initiative auf

https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-die-rodigallee-fuer-den-erhalt-der-leistungsfaehigen-verbindungsstrasse

Wir haben eine Unterstützeranzahl von 7025 erreicht!

Anmerkungen zum Umbau der Jüthornstraße/ Rodigallee

Politische Zielsetzung der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM)
Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) Politisch angestrebt wird eine Verhaltensänderung. Ob die Menschen mitmachen, wie sie beruflich und privat damit umgehen können, bleibt nebensächlich.

Begründung für den Umbau

Die entscheidende Begründung für den Umbau findet sich in den Berichten 1+2 unter Top 1.2: Begründung des Vorhabens, Anlass, Notwendigkeit…
…Seitens der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) wurde der Straßenzug als geeignetes Pilotprojekt für Veränderungen vorhandener Straßenquerschnitte von Hauptverkehrsstraßen im Hinblick auf die Förderung des Busverkehrs, des Radverkehrs und der Steigerung der Aufenthaltsqualität identifiziert. Der Ausbau dieses Straßenzugs… dient damit den Zielen der angestrebten Mobilitätswende.

Gründung der Bürgerinitiative

Im Juni 2022 wurde die Bürgerinitiative „Rettet die Rodigallee“ mit dem Start der www.openpetition.de/!rodigallee gegründet.

Mit Briefen an den Verkehrssenator, den Bürgermeister und den Finanzsenator machten wir auf unsere Vorschläge aufmerksam.

Einwendungen der Initiative:

Zurückstellung des Projekts
Durchführung eines öffentlichen Beteiligungsverfahrens
Vorlage neuer Vorschläge der LSBG weitgehend unter Berücksichtigung der vier Fahrspuren
Zusammenlegung von Fuß- und Radweg
Bis zum heutigen Zeitpunkt gibt es keine Schlussverschickung.
Befürchtungen der Initiative
Einschränkung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit
Aufgrund der durchgezogenen Fahrbahnmarkierungen konzentriert sich der Verkehr weitgehend auf eine Fahrspur.
Fahrzeuge dürfen nicht überholt werden
Das betrifft u.a.:

Müllabfuhr/ Stadtreinigung
Postwagen/ DHL
Baustellenfahrzeuge
Lieferfahrzeuge/ Lieferdienste/ Handwerker
Taxis/ Mietwagen
Pflegedienste/ ASB
Ein einziges auch kurzfristig haltendes Fahrzeug blockiert den gesamten Verkehr in der MIV-Spur
Fahrzeuge dürfen nicht nach links abbiegen
Von den an der Rodigallee liegenden Grundstücken darf weder nach links abgebogen noch von der Straße nach links eingebogen werden. Es müssen Umwege gefahren werden (mehr CO2-Ausstoß), um an der nächsten Kreuzung die Spur zu nehmen, von der nach rechts abgebogen werden kann.

Stadteinwärts gibt es an drei von sieben Abbiegemöglichkeiten (Denksteinweg, Osterkamp, Kielmannggstraße) keine separate Spur für Linksabbieger. Ein einziger Linksabbieger wird den gesamten Verkehr in der MIV-Spur zum Halten bringen.

Zeitgleiche Baumaßnahmen an S4 und U4 in räumlicher Nähe

Die Umbaumaßnahme der Rodigallee ist geplant vom Ende 2023 bis 2026.

Mit dem Ausbau der S4 und der Verlängerung der U4 sind in unmittelbarer räumlicher Nähe mehrere große verkehrliche Baumaßnahmen geplant.

S4: Mit dem Neubau der S-Bahnstation Holstenhofweg wird die Straßenüberführung am Holstenhofweg abgerissen und ersetzt. Diese Brücke stellt eine stark befahrene Nord-/Südverkehrsachse dar.

Die Eisenbahnüberführung Bovestraße wird verbreitert. Hier ist mit starken Verkehrsbeschränkungen oder Sperrungen in der Bovestraße zu rechnen.
In der Jenfelder Allee wird es erhebliche Probleme im Bereich S-Bahnstation Tonndorf geben. Die Eisenbahnüberführung Tonndorf wird verbreitert bzw. ersetzt. Im Zuge des S4-Neubaus wird die Strecke für Nahverkehrszüge angeblich gesperrt und der dann nötige Schienenersatzverkehr mit Bussen u.a. über die anliegenden Straßen abgeleitet.
Im Zusammenhang mit dem Ausbau der S4 fehlen jegliche Detailplanungen bzw. Terminangaben.

U4: Im Zusammenhang mit der Verlängerung der U 4 und dem Bau von 2 U4-Haltestellen Stoltenstraße und Horner Geest ist bis voraussichtlich Ende 2026 mit Verkehrsbehinderungen im Bereich Dannerallee zu rechnen.

Abbau/ Reduzierung von PKW-Stellplätzen

Geplant ist ein starker Abbau von PKW-Stellplätzen. Die Angaben in den amtlichen Unterlagen decken sich nicht mit der SKA Drs. 22/8559, Fragen 12 + 13 vom 21.06.22. Der LSBG wurde am 16.12.2022 um verbindliche Daten gebeten.
Aufgrund des Wegfalls von Parkständen werden Anwohner ohne eigenen oder angemieteten Stellplatz versuchen, in den Nebenstraßen Stellplätze zu finden. Der Wegfall von PKW-Stellplätzen und der Möglichkeit, temporär auf der Straße zu parken wird auch Besuche von Freunden/ Verwandten, die auf das Auto angewiesen sind, sowie von Pflege- und Lieferdiensten (z.B. Lebensmittel) kaum noch durchführbar machen.

Umleitung des Verkehrs auf die A 24

Die Bundesautobahn A 24 soll den Verkehr der Rodigallee aufnehmen. Nach den Planungen der Verkehrsbehörde soll der motorisierte Verkehr verstärkt über die A 24 zum Horner Kreisel fahren. Die Behörde bezeichnet die A 24 als leistungsfähige Parallelstraße. Analysen würden zeigen, dass das auch nach dem Umbau der Rodigallee möglich ist. Tatsache sind aber schon heute erhebliche Verkehrsstauungen am Horner Kreisel und in den Zu- und Abfahrtstraßen Sievekingsallee und Hammer Straße. In den Verkehrsspitzenzeiten sind Staumeldungen von 3 bis 6 km die Regel.

Gefährdung der Radfahrer

Die bestehenden beiderseitigen Radwege werden als sogenannter Radfahrstreifen neben die Autofahrstreifen verlegt. Für weniger geübte Radfahrer und für Kinder höchst problematisch. Die Anlage der Radfahrstreifen neben dem Autoverkehr ist stark umstritten. Die Befürworter versuchen, die Radfahrstreifen zusätzlich durch die Anlage von Protected Bikelines abzusichern.
Eine weitere Gefährdung für Radfahrer ergibt sich durch den Busverkehr. Bei 6 Haltepunkten muss der Bus zum Erreichen der Busbucht den Radfahrstreifen queren.

Bei 11 Haltepunkten wird der Bus auf dem Radfahrstreifen halten.

Nur an 3 Haltepunkten werden die Radfahrenden auf einem Radweg hinter der Haltestelle vorbeigeführt. (SKA 22/8559 vom 21.06.22, Frage 8).

Weitere Probleme:

mehr Staus und eine erhöhte Unfallgefahr
mehr Abgasbelastung, Lärm und Gesundheitsgefährdung f. d. Anwohner
Zahlreiche Fällung von kräftigen Laubbäumen
Negative Folgen für die Gastro- und Einzelhandelsstruktur
Hie.

Update vom 5.2.2024:

Rückbau der Rodigallee – kein Entgegenkommen der Verkehrsbehörde
Liebe Unterstützende,
die Hamburger Behörde für Verkehrs- und Mobilitätswende (BVM) ist von den Plänen zum Rückbau der Rodigallee nicht abzubringen. Im Juli ging durch die Medien, dass Bürgermeister Peter Tschentscher das Projekt gestoppt habe und einen Fragenkatalog an den grünen Verkehrssenator Anjes Tjarks geschickt hätte. Auf unseren offenen Brief an den Bürgermeister von Anfang Oktober gab es allerdings keine Rückmeldung.
In zahlreichen Stellungnahmen aus der Behörde wie aus verschiedenen politischen Gremien werden mit rot/grüner Mehrheit die Bedenken von mehr als 7.000 Unterstützenden zurückgewiesen. Eine Eingabe der openPetition von Ende September 2023 wurde jetzt am18.01.2024 vom Eingabenausschuss der Bürgerschaft mehrheitlich abgelehnt und u.a. wie folgt beantwortet:
Ergebnis: Als Vorsitzende des Eingabenausschusses teile ich Ihnen mit, dass der Eingabenausschuss Ihr Anliegen in seiner Sitzung am 09.01.2024 eingehend beraten hat; er hat der Bürgerschaft aufgrund dieser Beratung empfohlen, Ihre Eingabe für „nicht abhilfefähig” zu erklären, weil Ihrem Begehren nach Sach- und Rechtslage nicht entsprochen werden kann. Die Bürgerschaft hat diese Empfehlung in Ihrer Sitzung am 17.01.2024 angenommen.
Die Anfrage der CDU vom Oktober 2023 -wann der Senat eine abschließende Entscheidung treffen würde-, wurde nicht konkret beantwortet. Es wurde auf die erste Verschickung von Februar/ März 2022 verwiesen.
Auf eine Eingabe unserer Initiative wurde jetzt im Januar 2024 wie folgt geantwortet: „Der Ausbau dieses Straßenzugs, dient damit den Zielen der angestrebten Mobilitätswende und damit den Zielen des Arbeitsprogramms des Senats”.
Drohende Auswirkungen sind bereits heute zu spüren. Durch die bestehenden Baustellen mit einspuriger Streckenführung je Richtung, kommt es täglich zum katastrophalen Rückstau in der Rodigallee. Klimaschutz und CO2-Reduzierung sind wichtig. Nicht eingeschränkt werden darf aber die Mobilität! Zur Erinnerung, am 9. Juni 2024 finden in Hamburg die Wahlen zu den Bezirksparlamenten sowie die Europawahl statt.
Bitte bleibt aktiv und helft weiter mit!
Viele Grüße
Frank Hiemer

Hier geht es zur Website der Initiative “Rettet die Rodigallee”:

https://rodigallee.com/

https://m.bild.de/bild-plus/regional/hamburg/hamburg-aktuell/rueckbau-irrsinn-in-der-rodigallee-51-mio-euro-damit-wir-garantiert-im-stau-steh-80527090.bildMobile.html?t_ref=https%3A%2F%2Fm.bild.de%2F

https://m.bild.de/bild-plus/regional/hamburg/hamburg-aktuell/eigentumswohnung-wird-verkauft-der-firmensitz-verlegt-weil-die-rodigallee-zur-au-83226030.bildMobile.html?t_ref=https%3A%2F%2Fm.bild.de%2F

Update Juni 2023:

Wir haben eine Anzahl 7025 gesammelten Zustimmungen in der openpetition erreicht. Herzlichen Dank und Gratulation! Hoffentlich rüttelt dies die Politik wach!

Die Bürgerinitiative Rodigallee wendet sich in einem offenen Brief an den Bürgermeister.

Für die Texte und Präsentation ist ausschließlich die jeweilige Bürgerinitiative verantwortlich:

Bürgerinitiative Rettet die Rodigallee

c/o Frank Hiemer
Moorkoppel 30
22043 Hamburg

email: initiative(at)rodigallee(dot)com

https://rodigallee.com/pages/impressum.php

Nach oben scrollen
Cookie Consent mit Real Cookie Banner